Sonntag, 5. Dezember 2010

Advent, Advent, ein Nerv, der brennt...

Liebe S.,
nur weil unsere Söhne befreundet und wir zufällig beide alleinerziehend sind, müssen wir noch lange nicht auf dieselbe Art leben.
Und ob Du es glaubst oder nicht, ich bin mit meinem Leben zufrieden und wollte es im Großen und Ganzen gar nicht anders haben. Ich bin nicht zufrieden, OBWOHL ich keinen Mann habe, sondern WEIL ich keinen Mann habe und mir keinerlei Beziehungsterz antun muss. 
Ich bin auch nicht zu bedauern, weil ich im selben Haus wie meine Eltern wohne und nein, ich habe nicht darüber nachgedacht, mit meinem Sohn allein wohnen zu wollen. Aber jetzt, wo du es sagst, ist es natürlich eine echt reizvolle Idee, meine gemütliche Wohnung, die mir gehört und in der ich nach meinem Belieben schalten und walten kann, aufzugeben, dem Kind auch noch die Großeltern und mir die Möglichkeit, besagtes Kind kurzfristig gut unterzubringen, zu nehmen und stattdessen jemand Fremden monatlich sinnlos Geld in den Rachen zu stopfen... Doch, klingt total verführerisch.
Die Entscheidung, meinen Opa fünf Jahre lang bis zu seinem Tod mit zu pflegen, habe ich - kaum zu glauben, aber wahr- auch freiwillig getroffen; natürlich war es eine harte Zeit, das streite ich nicht ab. Aber weder ich noch mein Sohn haben einen Schaden davongetragen- es sei denn, es ist schädlich, zu erleben und, im Falle des Kindes, zu lernen, dass die ganze Welt eben nicht nur aus gesunden und jungen Menschen besteht.
Und ja, ich verbringe meine knapp bemessene Freizeit lieber mit einem Buch, meinem Schreibprogramm, vor einer Leinwand oder mit den Händen im Seifenwasser als damit, Männer aufzureissen, die doch nicht meinen Standards entsprechen und mich nach drei Tagen schon wieder zu Tode langweilen.

So lange ich mich damit wohlfühle, sollte doch alles gut sein, richtig?

Montag, 1. November 2010

This is Halloween...

...everybody's waiting for the next surprise.

Ja doch, war schon toll, die letzte Nacht. Endete jedenfalls in einem geistigen Schreikrampf meinerseits.
Ich hatte für jemanden (genauer gesagt, den jungen Man, dessen Blog ich -derzeit noch als einziges- regelmäßig lese) eine Geschichte zum Geburtstag geschrieben. 
Schlau, wie ich manchmal bin und da ich mir dachte, dass er wahrscheinlich momentan wenig Zeit hat, "einfach so" zu lesen, dachte ich mir, ich schicke sie ihm in zwei Teilen.
Tscha, ich öffne also ganz unschuldig das entsprechende Dokument, um nochmal drüberzugucken, ob mir nicht doch noch ein paar Fehlerchen auffallen...
... und finde...Nichts. Nothing. Nada. Niente. "Wiederherstellen unmöglich".
*BRÜLL*

Ganz großes Damentennis, es waren ja auch nur noch ein paar tausend Wörter. Immerhin (ha!) habe ich noch die handschriftliche Version, jedenfalls Teile davon.

Also, entweder hat sich der Hauskobold da einen besonders "lustigen" Trick or Treat erlaubt oder es liegt ein Fluch auf besagter Geschichte... der Fluch des Dorian Grave möglicherweise? Ist ja nicht so, als ob mir das Ding nicht schonmal ins Datennirvana abgeschmiert wäre...Gna...

Sonntag, 31. Oktober 2010

Sagt Hallo zu Ashley...

...oder: wie aus einem unschuldigen Kürbis ein kleiner Vampir wurde.

Kürbislaternen sind ja so ziemlich das Einzige, was ich an Halloween wirklich mag (abgesehen vom traditionellen "Nightmare before Christmas"-Gucken) und nachdem wir die letzten Jahre irgendwelche konventionellen "Fratzen" hatten, wünschte sich Junior diesmal jemanden aus "Die Schule der Kleinen Vampire", unserer momentanen gemeinsamen Lieblingszeichentrickserie...

Also ran ans Schnitzmesser...


tapfer drauflos gesäbelt...





...und da isser nun: Ashley, der Vampir-Kürbis

    


Der Süße steht jetzt draußen vor'm Haus auf der Treppe und passt, zusammen mit ein paar Kollegen aus Ton, auf, dass wir heute Nacht nicht von wilden Geistern belästigt werden.


HAPPY HALLOWEEN


Dienstag, 26. Oktober 2010

Wie die Zeit vergeht...

Es ist eine Binsenweisheit, sicher. 
Aber hatte ich quasi gestern noch ein Klein- so habe ich seit heute ein Vorschulkind; S. und ich waren nämlich zur Anmeldung in der hiesigen Grundschule.
Was war das Kerlchen aufgeregt- und auch für mich war es ein ganz seltsames, irgendwie nostalgisches Gefühl, nach etwas über einem Vierteljahrhundert wieder in meiner alten Grundschule zu stehen, zu sehen, was sich in der Zeit verändert hat und vor allem, was nicht.

Nun würde ich rückblickend meine Grundschulzeit nicht unbedingt als die glücklichste beschreiben (man hat definitiv nicht wirklich viele echte Freunde, wenn man sowohl die Jüngste in der Klasse ist und dabei noch die Beste, ohne wirklich was dafür tun zu müssen), trotzdem fand ich es irgendwie... anheimelnd.
Aber diese Ausstrahlung haben Grundschulen für mich irgendwie generell.
Na, auf jeden Fall hoffe ich einfach darauf, dass es S. in der Hinsicht besser gehen wird; im Gegensatz zu mir damals wird er wohl eher einer der Ältesten in seiner Klasse sein mit seinem Ende-November-Geburtstag...